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Graeme Simsion – Das Rosie Projekt

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Der Autor Graeme Simsion hat es geschafft die Leser mit seinem Roman „Das Rosie Projekt“ auf Anhieb in seinen Bann zu ziehen. Überall fand ich nun dieses auffällige Buchcover, egal ob in Büchershops, in Katalogen, im Internet,… da es ein Cover ist, das einem ins Auge sticht merkt man sich sowas letztlich auch recht schnell. Obwohl ich gestehen muss dass ich anfangs rein vom Klappentext her nicht so begeistert war, habe ich mich nun doch dazu entschlossen das Rosie – Projekt zu lesen und ich wurde nicht enttäuscht. Besonders interessant fand ich dabei ja, dass der Autor Graeme Simsion eigentlich ja nicht unbedingt hauptberuflich Schriftsteller ist, sondern ein IT-Berater aus Australien. Graeme Simsion ist verheiratet und hat zwei Kinder mit denen er in Melbourne lebt. Er hat es allerdings mit seinem Roman geschafft, die Welt quasi zu erobern und hat sich mit dem „Rosie-Projekt“ in die Herzen seiner Leser geschrieben. Das Buch wurde bereits in 40 Ländern verkauft!

Die Story selbst handelt von Don Tillman einem Wissenschaftler aus dem Bereich der Genetik der ebenfalls in Melbourne lebt. Don Tillman zeichnet wohl sein besonderer Charakter aus. Ihm fällt es schwer sich in seinem sozialen Umfeld einzugliedern oder neue Bekanntschaften zu schließen. Seine wohl einzigen und besten Freunde sind Gene und dessen Frau. Eigentlich wünscht er sich eine Ehefrau, doch macht ihm der Gedanke doch ziemlich Sorgen, denn sie müsste schon die perfekte Frau sein und so entwirft er einen umfassenden Fragebogen und startet mit seinen beiden Freunden das Projekte „Ehefrau“. Der Fragebogen ist so wie Don Tillman selbst ist, perfekt ausgearbeitet bis ins kleinste Detail überlegt und aufgrund der Antwortmöglichkeiten vollzieht er ein strenges Ausschließungsverfahren. Anhand des Fragebogens möchte er nun seine perfekte Frau finden und das Projekt „Ehefrau“ kann beginnen… doch dann begegnet er Rosie…
Typisch für Rosie ist alles, was laut seinem Fragebogen ein absolutes „No Go“  darstellt… sie ist Raucherin, überdreht, arbeitet in einer Bar, frech, witzig, chaotisch und bringt Don Tillman ständig aus seinem Konzept. Ein klarer Fall für Don Tillman, dass Rosie für das Projekt „Ehefrau“ keinesfalls in Frage kommt. Allerdings fasziniert sie ihn mit ihrer Art und vor allem mit ihrem Wunsch ihren richtigen Vater herauszufinden. Rosie´s Mutter starb als Rosie noch ein Kind war und daher möchte sie aus einer Liste von möglichen Kandidaten ihren Vater mittels DNA Tests herausfinden. Für Don Tillman, als Genetiker, stellt dies grundsätzlich kein großes Problem dar und er beschließt mit Rosie gemeinsam das Projekt „Vater“ zu starten…

Mir persönlich hat das Buch letztlich echt gut gefallen. Anfangs dachte ich mir, dass ich mit der Hauptfigur „Don Tillman“ nicht so ganz warm werde, da er für mich so ein „110%-Mensch“ ist. Don plant sein Leben ganz genau, in der Tat auf die Minute genau. Er hat einen fixen wöchentlichen Speiseplan der sich alle 7 Tage wiederholt, denn nur so verbraucht er keine unnötige Zeit mit Rezepte probieren oder beim Einkaufen, denn er weiß genau wieviel er kaufen muss, wie lange die Speisenzubereitung und dergleichen dauert. Graeme Simsion hat mit diesem Charakter eine Person erschaffen die mich sehr stark an den Filmcharakter „Sheldon Cooper“ von „The big bang theory“ erinnert. 😉 Don Tillman würde auch nie auf die Idee kommen einen Schluck mehr Alkohol als auf seinem Plan steht zu trinken und er versteht natürlich überhaupt nicht, dass es Menschen gibt die abends in eine Bar gehen. Sein Leben ist also ein fixer Ablauf von genauen Terminen ohne das Abweichungen akzeptiert werden. Dieses Prinzip lebt er zumindest bis er Rosie kennenlernt und ab diesem Zeitpunkt hat mich die Geschichte dann doch recht oft zum Schmunzeln gebracht, denn Rosie schafft es, ihn von Anfang an aus dem Konzept zu bringen….dies beginnt mit Kleinigkeiten, wird aber im Laufe der Geschichte dann doch mehr …

Das Rosie-Projekt hat mich letztlich echt positiv überrascht und ich hab den Roman auch relativ rasch gelesen. Obwohl Don Tillman mir anfangs eben nicht allzu sympathisch war, entwickelt er sich im Laufe der Geschichte zu einem echten „Original“. Diese Liebesgeschichte ist weit weg von Kitsch, ziemlich schräg aber dennoch liebenswert und vor allem mal was ganz anderes. Wer sich allerdings viele Liebesbotschaften und Küsse erwartet ist hier falsch, denn sowas gibts bei Don Tillman nicht. 😉Graeme Simsion – Das Rosie Projekt, 4.0 out of 5 based on 1 rating

Über Romy

Romana liest gerne Bücher über Schicksale, Liebe und Humor. Auf Buchkiste schreibt sie regelmäßig Rezensionen und bittet Autoren zum Interview. Folge Romana auf Google+ oder Twitter und abonniere ihre Updates auf Facebook.

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